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Startseite Kultur heute Wer darf sich erinnern und an was? 28.03.2006
Symposium fragt nach dem kulturellen Gedächtnis in China

China ist gerade in der Mitte zwischen einer großen Vergangenheit und einer großen Zukunft. Wobei die Vergangenheit offiziell nicht so wichtig genommen wird. Jetzt findet im Berliner Haus der Kulturen der Welt gerade ein China-Festival mit Konferenzen, Ausstellungen und Filmvorführungen statt, bei dem es speziell auch um den Umgang mit der Vergangenheit geht.

Irmela Spelsberg im Gespräch

Plakatmotiv "China - Zwischen Vergangenheit und Zukunft" (Sheng Qi - Sammlung des International Center of Photography)

Burkhard Müller-Ullrich: Irmela Spelsberg, gibt es in China auch so etwas wie Erinnerungskultur - und ist die dann staatlich gelenkt?

Schuhe Bär Bär Schuhe Schuhe PostsFacebook Schuhe Bär PostsFacebook PostsFacebook Bär PkuXZi Spelsberg: Das kann man so sagen. Während, wie es heißt bei uns, inzwischen, ein Zitat, schon inflationär geführter Gedächtnisdiskurs an der Tagesordnung ist, bei uns in Europa, kann man sich fragen, wie schaut denn das in China aus. Da gibt es tatsächlich die Beschäftigung mit dem kulturellen Gedächtnis, allerdings, wie Sie sagen, zunächst vor allem staatlicherseits, da wird nichts geringeres als die Geschichte ein bisschen umgeschrieben.

Derzeit, wie uns der Sinologe der Erlanger Universität Michael Lackner aufzeigte, denn er meinte, es sei einfach zu kurz gegriffen, das kulturelle Gedächtnis in China nur auf die Bewältigung der Kulturrevolution zu fixieren. Und er zeigte, dass die staatlich gelenkte Erinnerungspolitik im Rückblick auf fünftausend Jahre chinesischer Geschichte stattfindet und diese Geschichte, mit all ihren Umbrüchen und Umwälzungen, wird derzeit als geradlinige Entwicklung hin zu nationaler Größe gesehen. Also eine glorreiche Vergangenheit prädestiniert China sozusagen zu einer besonderen Rolle auch in der Gegenwart. 1997 hat man hundert nationale Gedächtnisorte proklamiert, zum Beispiel den Gedächtnisort des Reformers und Revolutionärs Sun Yatsen in Nanking, den ich selber auch besucht habe und der einen unerhörten Publikumszulauf hatte. Und dann gibt es eine ganz Serie von historischen Soap Operas, die heißen mit Serientitel "Auf dem Weg zur Republik", da wird also eigentlich alles, was zuvor war, auch das letzte chinesische Kaisertum, das sonst immer recht kritisch gesehen wurde, nun in diese stromlinienförmige Geschichtssicht eingefügt und das auch nicht von ungefähr. Mao, Sie haben ihn schon erwähnt, hatte Konfuzius, den chinesischen Philosophen abgelehnt, er kommt aber nun ganz groß zurück und sein Harmoniestreben, das schlägt sich in diesem universalistischen Modell chinesischer Geschichte nieder. Also es hat 1985 die Gründung der Konfuziusstiftung gegeben und der Konfuziusstudien. China entdeckt derzeit seine Nationalkultur erneut und daraus wird auch eine weltweite Kulturoffensive. Also, überall werden neue chinesische Kulturinstitute gegründet und man kann sich nun natürlich fragen, wie sehen eigentlich die Künstler das?

Müller-Ullrich: Wie verhalten sich denn die Künstler nun zur Vergangenheit?

Spelsberg: Schuhe Bär Bär Schuhe Schuhe PostsFacebook Schuhe Bär PostsFacebook PostsFacebook Bär PkuXZi Das ist eine Generationenfrage. Und das wurde ganz spannend auf diesem dreitägigen Kolloquium deutlich. Es gibt Künstler, die natürlich, wie sie sagten, die Geschichte noch in den Knochen haben, als Trauma noch in den Knochen haben, also sowohl die Kulturrevolution als auch dann die Studentendemonstration, das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Juni 1989, und die das in ihren Werken auch verarbeiten. Ich denke da etwa an eine große Fotografie, eine Arbeit eines Künstlers zum Thema Tiananmen, wo das den Platz abschließende Tor zur Ewigen Stadt in einer herabtropfenden Farbe gemalt ist, die praktisch Tränen suggerieren sollen. Oder der Künstler Zhang Dali sammelt manipulierte Fotos aus der Maozeit, Fotos, die damals überall in China Verbreitung fanden, und er zeigt, was da alles rausretouchiert worden ist.

Müller-Ullrich: Das ist aber schon heikel, nicht, solche eine Unternehmung?

Spelsberg: Das ist schon heikel. Aber man wollte hier in Berlin ihn noch mal auf einen expliziten kritischen Kommentar zu dieser seiner Arbeit festlegen, den hat er aber rund heraus verweigert und das ist ganz interessant. Die Chinesen verstehen eben derlei Dinge zwischen den Zeilen zu lesen, ohne dass sie da einen Kommentar bekommen, aber die Generation der nach 1970 Geborenen, bei denen sieht es wieder ganz anders aus, die wollen der Last der Geschichte abwerfen. Sie wollen statt dessen den Blick in die Zukunft wenden, sich selbst als Individuum jenseits aller Kollektive inszenieren, sie jonglieren ironisch mit den Bildikonen sowohl der Maozeit als auch der heutigen Werbung und Konsumkultur und da kommt so was Cynical Pop heraus, etwa das Bild der vorwärts stürmenden Rotgardisten unter ihren Füßen ein Coca Cola Schriftband. Das heißt, so kann man das lesen, früher dominierte die kommunistische Ideologie, heute aber der Konsum. Und ich habe mir gedacht, dann könnte man auch drüber setzen vom Kommunismus zum Konsumismus.

Müller-Ullrich: Vielen Dank, Irmela Spelsberg. So viel zu dem in Berlin stattfindenden Festival China zwischen Vergangenheit und Zukunft.

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